Intermezzo: Grüne Socken mit Ajourmuster

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Wer von euch strickt oder häkeln, kennt es vielleicht: Es gibt immer ein paar angefangene Projekte, die herumliegen, weil man irgendwie mittendrin ein wundervolles neues Projekt begonnen hat.
Solcher Natur sind auch diese grünen Socken mit Ajourmuster aus sommerfreundlichem Baumwollgarn. Begonnen habe ich sie letzten September, hüstel. Leider mussten sie dann diversen Pullovern und Jacken platzmachen. Wer strickt denn auch Baumwollsocken im Winter?! 😉
Aber nachdem ich meine Kimono-Strickjacke fertig habe, wird jetzt zumindest mal die eine Socke beendet – bevor ich mit meiner neuen Strickjacke weitermachen. 😁

Kimono-Strickjacke

Endlich fertig: Kimono-Strickjacke mit

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3/4-Ärmeln aus Baumwolle. I like.❤

Eigentlich sollte sie in der Taille zusammengeknöpft werden, aber leider ist sie etwas zu lang geworden. (Weil ich mal wieder vor mich hin gestrickt habe, ohne zu checken…😉 ) Daher muss ich den tollen grünen Knopf wohl für ein anderes Projekt verwenden. Aber

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egal, ich mag sie trotzdem tragen.:-)

Garn: Linea Pura Organico, natur-silbergrünlich. Hab leider keine Banderole mehr mit der Farbe.

Muster: Linea Pura Nr. 5, Modell 22.

Kurzmitteilung

Zitat des Tages

„After a while, you have to be at peace with the fact that you simply are. There is no way to know why. You can have theories, but there will never be proof.“

(aus David Levithans „Every Day“, 2012)

John Green „Paper Towns“

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Wundervoll, witzig, wehmütig. Mit diesen Worten kann man den Roman „Paper Towns“ von John Green sehr gut umreißen.
Eine Detektiv- und Coming of Age-Geschichte über den Teenager Quentin, der sich auf die Suche nach Margo macht, die eines Tages plötzlich verschwindet. Q hat Margo geliebt, seit sie als kleine Kinder Nachbarn wurden. Seine Liebe zu ihr wird auf die Probe gestellt, als er nach und nach herausfindet, dass Margo nicht die war für die er sie gehalten hat.

Der Autor von „The Fault in Our Stars“ (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) hat es einfach drauf, seine ganz gewöhnlichen Charaktere ihren Alltag erleben zu lassen, dass  es wie Abenteuer anmutet.
Der Leser begleitet sie ein Stück des Weges, lauscht ihren Gedanken und kann am Ende etwas von diesem Gedanken“austausch“ für sich mitnehmen. Man will Ihnen weiter folgen, auch wenn sie unglücklich sind, denn das macht sie authentisch. Das Leben besteht eben nicht nur aus Sonnenschein und Regenbögen. Und manchmal müssen wir erst etwas verlieren, um den Wert zu erkennen.

Paper Towns ist nicht so dramatisch und traurig wie Fault in our Stars, aber es hinterlässt dennoch ein wehmütiges Gefühl.

Mini-Gewächshaus für Kräuter-Kinder

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Da wachsen sie, meine diesjährigen Kräuter für den Balkon:
Borretsch, Petersilie, Liebstöckl, Majoran, Oregano, Basilikum.

Nächsten Monat bringt dann meine Ma wieder zwei Balkon-Tomatenpflanzen mit. Diese gedeihen auf meinem Sonnen-Balkon ja ganz prächtig.
Kartoffeln werden dieses Jahr ebenfalls im Sack angebaut.
Jetzt am Wochenende nutze ich die letzte Kälte für die Saat von Schnittknoblauch.
Es wird wieder ein spannendes Jahr mit dem Nutzbalkon.:-)

Das geheime Leben der Bäume

Peter-Wohlleben_Das-geheime-Leben-der-BaeumeVor ein paar Wochen war ich auf dem Nachhauseweg von einem Familienbesuch. Da ich weiter entfernt von meiner Großfamilie wohne, muss ich mehrere Züge nehmen, um ans Ziel zu kommen. Auf einem Zwischenhalt fand ich dieses wundervolle Buch in der Bahnhofsbuchhandlung, es stand einfach da und schien regelrecht zu leuchten. „Na, wenn du so unbedingt mitwillst, dann sollst du mitkommen“, dachte ich bei mir. Offenbar war es der Meinung, ich könnte noch etwas von ihm lernen. Im Zug begann ich zu lesen. Das Buch behielt Recht: Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Da dachte ich, schon alles über Bäume zu wissen. Weit gefehlt. Ich bin mir sicher, den meisten Menschen geht es so. Selbst Peter Wohlleben, der Förster, der sich seit über 20 Jahren mit Bäumen beschäftigt, wird sicherlich immer noch in Staunen versetzt. Er weiß aus Erfahrung, dass Bäume fühlen, hören, riechen, schmecken und „sprechen“ können. Sie  haben ein Gedächtnis, sie lernen dazu.

Lebendes Holz gibt ein ständiges Knackgeräusch von etwa 220 Hertz von sich. Durstende Bäume fangen an zu schreien. Wir können es nur nicht hören, weil sich diese Töne so leise im Hintergrund abspielen und unsere Ohren dafür nicht ausgelegt sind. Sie empfinden Schmerzen, wie alle Pflanzen.

Das wirft ein völlig neues Licht auf unseren Umgang mit ihnen. Wenn ein Vegetarier sagt, er möchte kein Fleisch essen, weil Tiere fühlende Wesen sind – was ist dann mit Bäumen? Hier müssten wir die gleiche Logik an den Tag legen. Vor allem, weil ein Baum in Baumschulen etwa 100 Jahre braucht, um überhaupt für die Holzwirtschaft nutzbar zu sein. Ist es nur, weil sie uns so unähnlich scheinen?

Diese riesigen, komplexen Pflanzenwesen sind so völlig anders als wir und uns dennoch so ähnlich. Bäume wachsen und leben so viel langsamer als alle anderen Lebewesen auf der Erde. Alles ist langsamer, gemächlicher und scheint dadurch wohldurchdachter. Sie lassen sich Zeit. Vielleicht haben sie deshalb eine so beruhigende Wirkung auf uns.

Die meisten Bäume sind soziale Wesen, denn sie wissen anscheinend, dass sie nur in der Gesellschaft anderer Lebewesen existieren können. Sie helfen und kommunizieren mit anderen Bäumen in ihrer Nachbarschaft, auch Artfremden. Sie arbeiten in Symbiose mit anderen Pflanzen, Pilzen und Insekten zusammen. Es gibt wohl auch Einzelgänger, die mit den anderen nichts zu tun haben wollen. Aber die meisten wissen, dass ein Baum keinen Wald ergibt. Davon können wir Menschen uns durchaus etwas abschauen.

Wer mehr über Bäume erfahren möchte, diese faszinierenden und für diesen Planeten lebenswichtigen Pflanzen, der sollte sich Peter Wohllebens Buch unbedingt zu Gemüte führen. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht. 🙂

Alles Liebe, Eure Christine ❤