Mit der Kraft von Dinkel und Leinsaat

Jeder Bäcker hat wohl seine Lieblingsrezepte – meins ist definitiv das Hefebrot mit Leinsamen und Joghurt. Es ist ein eher unkompliziertes und sehr schmackhaftes Brot. Saftig und leicht.

Weiterer Pluspunkt ist die verdauungsanregende und entschlackende Wirkung von Leinsaat – also ein optimales Frühstücksbrot.🙂DSC_1322

Das Rezept dazu ist aus einem alten Bio-Backbuch von Helma Danner (Biologisch kochen und backen) entlehnt. Die Rezepte aus diesem Buch sind allerdings aus einer Zeit, wo die Worte „glutenfrei“ oder „vegan“ noch kaum Relevanz hatten. Hier wird mit ordentlich Weizenvollkornmehl gebacken, und das liegt dann auch entsprechend schwer im Magen, weiß ich aus Erfahrung. Meine Variante mit Dinkel – einer alten Weizenart mit sehr viel weniger Glutengehalt – ist leichter und bekömmlicher.

Inzwischen wiege ich nur noch das Mehl und die Leinsaat ab, alles andere wird nach Gefühl hinzugefügt.🙂 Aber hier doch noch einmal die Anleitung für gutes Gelingen:

Zutaten:

500 g Vollkornmehl Dinkel1 Würfel Frischhefe
etwas lauwarmes Wasser

100 g Leinsaat, ganz
etwa 200 ml lauwarmes Wasser

1 TL Meersalz (ohne Jod)
1 TL Brotgewürz
etwa 250 ml Joghurt

Zuerst die Leinsaat in eine Schüssel geben und das Wasser hinzugeben. Etwa 15 Minuten quellen lassen. Dies am besten mit dem Vorteig abstimmen, sodass beides gleichzeitig fertig ist.

Für den Vorteig:

Dinkelmehl in eine große Backschüssel geben, mit der Hand eine Kuhle in die Mitte drücken und die Frischhefe hineinbröseln. Mit etwas lauwarmem Wasser die Hefe in der Kuhle zu einem Brei vermischen. 10 Minuten gehen lassen.

Hauptteig:

Gequollene Leinsaat, Joghurt, Salz und Brotgewürz in die Backschüssel zum Mehl geben und zu einem Teig verkneten und schlagen. Der Teig sollte geschmeidig und nicht zu fest sein, da die Leinsaat während des Gehvorgangs noch einiges an Feuchtigkeit zieht. Falls der Teig also zu trocken ist, lieber noch etwas Wasser dazu. Manchmal füge ich auch noch etwas mehr Joghurt hinzu, bei zu viel droht er allerdings auseinander zu laufen.

Nach etwa 10 Minuten Kneterei (ja, Hausarbeit ist anstrengend ;)), wenn der Teig nicht mehr ganz so klebt und sich leicht von der Schüssel löst, die Schüssel mit Mehl bestäuben, ebenso den Teig. Die Schüssel mit einem feuchten Handtuch abdecken oder bei einer Gehschüssel mit dem Deckel, und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen. Das Teigvolumen sollte sich in der Zeit verdoppeln.

Nach Ablauf der Gehzeit, eine kleine Schüssel (ofenfest) mit Wasser in den Backofen stellen und diesen auf 220° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Katenform (30 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig noch einmal kurz durchkneten und in die Kastenform geben. Das Ganze noch einmal zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen.

Dann auf der 2. Schiene von unten 35 – 40 Minuten backen. Auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen. Ich bedecke das Brot immer mit einem Leinenhandtuch. Erst am nächsten Tag anschneiden! Ich backe meist abends und lasse es über Nacht ruhen.

Aufbewahrung: Das Brot wickle ich immer (wie alle Brote) in ein Leinenhandtuch, dann kann es genügend atmen. Ja, Brote müssen auch atmen.😉 So kann es weder schimmeln noch zu schnell austrocknen.

Guten Appetit!

Bei Fragen wendet euch gerne an mich.🙂

6 Kommentare Add yours

  1. Sophia Mach sagt:

    Hallo Asumirel🙂

    klingt sehr lecker! Vielleicht bekomme ich am Wochenende ein Stückchen ab? Mjam.

    Liebe Grüße
    Sophia

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    1. asumirel sagt:

      Wann hast du bei uns noch kein Brot bekommen?😉 Klar!

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  2. matzematiker sagt:

    Als „Mitesser“ dieses häufig bei uns gebackenen Brotes kann ich nur bestätigen, dass es sehr lecker ist! Das einzig Negative an diesem Brot: Es ist zu schnell verputzt…

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    1. asumirel sagt:

      Das ist allerdings wahr. Es ist einfach zu lecker. Seufz.

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  3. Sophia Mach sagt:

    Eben dewegen wollte ich ein Stück für Samstag reservieren😀

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